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Ekzeme und Neurodermitis: gerötete, schuppige und trockene Haut

In diesem Artikel "Ekzeme und Neurodermitis: gerötete, schuppige und trockene Haut" erfahren Sie alles, was Sie zum Thema wissen müssen:

Was ist ein Ekzem?

Ein Ekzem ist eine in der Regel vererbte Hauterkrankung, die manchmal schon im Kleinkindesalter auftreten kann. Bei einem Säugling spricht man dann von „Milchschorf“ und die Maximalform des Ekzems wird auch als „Neurodermitis“ bezeichnet. Ekzeme bilden eine Gruppe unterschiedlicher Hautausschläge, bei denen es zu einer Entzündung der oberen Hautschicht, der Epidermis, kommt. Typische Symptome sind gerötete, schuppige und trockene Hautstellen, Bläschenbildung sowie ein quälender Juckreiz.

Welche Faktoren verschlimmern ein Ekzem?

Ekzeme können durch eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren verschlimmert werden. Häufig führt eine Kombination unterschiedlicher Provokationsfaktoren zu einem Ekzem-Schub, dem erneuten oder auch erstmaligen Ausbrechen dieser Hauterkrankung.

Häufiges Waschen, Duschen und Baden reizen in der Regel die Haut des Ekzematikers und führen zur Verschlimmerung der Erkrankung.

In den kalten Wintermonaten schenkt uns eine heiße Dusche Wärme und Entspannung und im Sommer erfrischt sie uns. Was für den Moment angenehm sein kann, ist mittel- und langfristig schlecht für die sensible Haut. Durch die regelmäßigen Baderituale wird die Haut noch trockener, roter und rissiger, der Juckreiz wird verstärkt. Auch häufige Schwimmbadbesuche reizen die Haut durch den Chloranteil im Wasser.

Ausgenommen ist der Badespaß am Meer; durch das Meersalz und die Sonne reagiert die Haut des Ekzematikers in der Regel mit einer deutlichen Verbesserung.

Weiterer Provokationsfaktoren können Stress und psychische Belastungen sein. Die Haut wird häufig als der Spiegel der Seele bezeichnet und in vielen Fällen trifft dies auch zu. Insbesondere Ekzemherde um die Augenpartie können stressbedingt sein. Ekzeme sind zudem auch Witterung bedingt, insbesondere in kalten und sonnenarmen Monaten neigt die Haut zu starken Reaktionen.

Weitere Auslöser von Ekzemen können Bekleidung und Textilien sowie Nahrungsmittelallergien sein. Auf einer sensiblen Haut sollten Naturfasern aus pflanzlichem (Baumwolle, Leinen) oder tierischem Ursprung (Wolle, Seide) getragen werden, denn synthetische Chemiefasern, wie zum Beispiel Elastan oder Polyester, können die Haut zusätzlich reizen. Vorsicht gilt jedoch bei Ekzematikern auch bei Tierhaaren, denn ihre Haut kann auch auf verschiedene Wollarten reagieren. Schließlich können auch die falschen Nahrungsmittel ein Ekzem verschlimmern. Generell kann ein Patient durch einen Allergietest (Bluttest oder Prick-Test) herausfinden, ob er auf ein Nahrungsmittel reagiert. Neben Nahrungsmittelunverträglichkeiten können jedoch auch eine gewürzintensive Küche, sowie sehr saure oder scharfe Lebensmittel das Hautbild beeinträchtigen.

Was hilft?

Grundsätzlich kann man eine Verbesserung des Hautbildes durch eine Vermeidung der oben aufgeführten Provokationsfaktoren erreicht werden.  Die Behandlung erfolgt nach Stadium des Ekzems und der Gesundheit der Haut. Generell eignen sich zur Pflege wirkstoff- und duftstoffreie Produkte, wobei der Bedarf an Rückfettung von Patient zu Patient variieren kann. Vielen Patienten hilft auch eine regelmäßige Sonnenbestrahlungen, entweder durch das natürliche Sonnenlicht oder durch spezielle UVA-/UVB-Kabinen. Im akuten Schub mit starken Entzündungen helfen spezielle Cortison-Salben oder neuere Cortisonersatz-Salben, ebenso kann ein juckreizstillendes Antihistaminikum Linderung bringen.

Weiter Infos und Tipps zu gesunder Haut finden Sie auf meinem Derma-Blog:https://le-manoir.de/dermablog/

 

Mehr Infos zum Thema "Ekzeme und Neurodermitis: gerötete, schuppige und trockene Haut": https://www.apotheken-umschau.de/Neurodermitis

Ihr Dr. med. Peter Kessler

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