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Hautkrebs rechtzeitig erkennen

Über das Thema Hautkrebs wird häufig gesprochen, dennoch ist es unklar. 

Von einem Sonnenbrand oder einer anderen, erst harmlosen Hautschädigung, bis zu einer bösartigen Hautveränderung, ist es häufig ein langer Prozess. Deshalb kann Früherkennung Leben retten, denn ein Melanom wird erst gefährlich, wenn es zu spät entdeckt wird und bereits metastasiert hat. 

Der Oberbegriff "Hautkrebs" bezieht sich auf sämtliche, bösartige Neubildungen der Haut, von denen glücklicherweise bei weitem nicht alle tödlich verlaufen.

Bei der Hautkrebsuntersuchung unterscheidet man hauptsächlich vier verschiedene Typen (seltenere Formen sollen hier nicht abgehandelt werden):

Basaliom (Basalzellkarzinom): das Basaliom ist die häufigste und gleichzeitig ungefährlichste Form von Hautkrebs. Es hat seinen Ursprung in der Basalzellschicht der Haut (befinden sich in der untersten Schicht der Oberhaut), daher sein Name. Basaliome werden durch die intensive Sonnenbestrahlung verursacht und kommen am häufigsten im Gesicht vor; sie treten oft als halbkugelige, stetig wachsende, hautfarbene Knötchen, durchzogen mit winzigen Blutgefäßen oder als schlecht heilende Wunde, auf. Das Basaliom wächst unbehandelt lokal zerstörend weiter, siedelt aber nicht ab. Die Therapie der Wahl ist eine operative Entfernung.

Aktivnische Keratose: Aktinische Keratosen sind Vorstufen von weißem Hautkrebs. Sie kommen typischerweise an den stärker sonnenexponierten Stellen des Körpers vor, also im Gesicht, am Hals, Händen und Armen. Sie imponieren in der Regel als rötliche oder bräunliche, schuppende Flecken.  Unbehandelt entwickelt sich aus ca. jeder zehnten Aktinischen Keratose ein Plattenepithelcarcinom (Spinaliom). Aktivische Keratosen sollten daher rechtzeitig behandelt werden, dazu stehen verschiedene Methoden bereit, unter anderem auch Cremes und eine Bestrahlungstherapie.

Plattenepithelcarcinom (Spinaliom): Spinaliome sind die zweithäufigste Form des Hautkrebses. Sie treten, wie ihr Vorläufer, die aktinischen Keratosen, häufig an den sonnenexponierten Stellen des Körpers auf.

Typische Erscheinungsformen sind schuppige, zum Teil knotige Hautveränderungen, die recht rasch wachsen und dann auch nässen und bluten können. Abhängig von ihrer Eindringtiefe, können sie auch Metastasen bilden, daher ist eine zeitige und exakte chirurgische Entfernung anzuraten.

Schwarzer Hautkrebs: Das Maligne Melanom ist die gefährlichste und zum Glück seltenste aller hier beschriebenen Hautkrebsarten.

In der Regel ist es dunkelbraun bis schwarz pigmentiert und entwickelt sich auf dem Boden eines Muttermales. Es gibt aber auch Melanome, die als rötliche Knoten oder als blasse Gewächse der Haut imponieren (sogenannte Amelanotische Melanome). Melanome können in jedem Lebensalter vorkommen, im Kindesalter sind sie jedoch sehr selten.

Hautkrebs kann in unterschiedlichster Form auftreten, deswegen gibt es keine typische Blickdiagnose. Verändert sich ein Muttermal über die Jahre oder haben Sie besonders viele Flecken, sollten Sie zum Arzt gehen. Um einen Leberfleck selbst einschätzen zu können bietet sich für den Selbst-Check an der eigenen Haut, die ABCD-Regel an.

A wie Asymmetrie: ungleichmässige, asymmetrische Form eines Hautflecks.

B wie Begrenzung: ein dunkles Muttermal hat unebene, verwaschene, raue Ränder.

C wie Colour (Farbe): unterschiedliche Verfärbungen von einem Fleck.

D wie Durchmesser: Einen Fleck mit mehr als fünf Millimeter sollten den Gang zum Facharzt veranlassen.

Zusätzlich zu diesen Auffälligkeiten können Faktoren wie schnelles Wachstum, Formveränderung, Juckreiz und Blutungen eines Muttermals Anzeichen für Hautkrebs sein.

Wenn keine rechtzeitige, chirurgische Entfernung erfolgt, können Melanome in alle Organe des Körpers metastasieren. Deswegen lieber einmal unnötig zum Art gehen, als zu spät.


Ihr Dr. med. Peter Kessler

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