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Keep it cool! – Alles Wissenswerte über krankhaftes Schwitzen

Während der warmen Sommermonate stärker zu schwitzen, besonders dann, wenn man draußen Sport treibt, in der prallen Sonne sitzt oder sich in nichtklimatisierten Räumen aufhält, ist völlig normal. Allerdings leiden viele meiner Patient*innen zur dieser Zeit auch unter krankhaftem Schwitzen, in der Fachsprache Hyperhidrose oder Hyperhidrosis genannt. Dieses tritt insbesondere unter den Achseln oder an den Handflächen auf und kann für die Betroffenen zu einer starken Belastung im Alltag werden.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen daher einige Tipps und Maßnahmen vorstellen, mit denen Sie starkes Schwitzen mildern, bzw. gezielt bekämpfen können. 


1. Luftige Kleidung

Am besten tragen Sie im Sommer weite und luftige Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle und Leinen. Enge Kleidung sowie Synthetikstoffe können dagegen das Schwitzen noch verstärken.


2. Spezielle Deos 

Auch die Wahl des richtigen Deos kann Abhilfe schaffen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an aluminiumfreien Deos, die wirksam gegen Hyperhidrosis -also vermehrtes Schwitzen- wirken.


3. Kühle oder lauwarme Duschen 

Achtung: Zu heiß duschen oder baden begünstigt dagegen die Schweißbildung!


5. Essen und Trinken

Vermeiden oder reduzieren Sie heiße Speisen und Getränken. Ebenfalls sollten Sie darauf achten, nur wenig Alkohol und scharfes Essen zu sich zu nehmen. All diese Dinge treiben nämlich die Schweißproduktion in die Höhe!


4. Regelmäßige Saunagänge

Durch das regelmäßige Schwitzen und das darauffolgende Abkühlen unter der Dusche werden die Schweißdrüsen zur Mäßigung trainiert.


6. Entfernung der Schweißdrüsen 

Bei diesem operativen Eingriff werden die Schweißdrüsen unter den Armen abgesaugt. Dies ist allerdings nicht ganz ungefährlich, da im OP-Gebiet eine Menge Nerven und Gefäße laufen. Von einem erfahrenen Fachmann durchgeführt verspricht er jedoch ein deutlich schweißfreieres Leben.


7. Radiofrequenz-Needling

Beim RF-Needling wird in kurzer Abfolge ein Nadelkissen innerhalb von Millisekunden in die Haut eingeführt und die Nadelenden erhitzt und so die Schweißdrüsen dauerhaft eliminiert. Diese Methode ist noch recht neu, die ersten Ergebnisse sind jedoch vielversprechend.


8. Botox

Nach wie vor der Goldstandard, was Wirkung und Verträglichkeit betrifft. Durch gezielte Injektionen in die Haut der Achselhöhlen wird die Schweißdrüsenaktivität für mehrere Monate deutlich gemindert. Einige Patient*innen profitieren bis zu einem Jahr davon. Wenn eine Bescheinigung vom Facharzt vorliegt, zahlen häufig sogar die gesetzlichen Krankenkassen.


Ihr Dr. med. Peter Kessler

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